Ein neues Ressort ist mehr als eine organisatorische Neuordnung. Es ist ein Versprechen: an Kund*innen, an Schnittstellen, an die eigene Leistungsfähigkeit. Und es ist eine Einladung an Führungskräfte, die tägliche Zusammenarbeit neu zu denken, bevor sich neue Strukturen in alten Mustern verfangen.
Bei einem führenden deutschen Konzern ging es im April 2026 in der Alten Lokhalle Mainz um genau diesen Moment: die erste gemeinsame Tagung des Ressorts Operations & IT. Rund 400 Führungskräfte kamen zusammen, um Orientierung zu gewinnen, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und die nächsten Schritte greifbar zu machen. Das Organigramm stand. Jetzt ging es um die Frage, wie daraus Zusammenarbeit wird – im Alltag, im Ton und in der gemeinsamen Bewegung.
Ausgangslage: Wirkung beim Kunden, Klarheit im Alltag
Im Zentrum standen Leitfragen, die bewusst praxisnah formuliert waren: Wie wird das neue Ressort beim Kunden spürbarer – über operative und technologische Exzellenz hinaus? Welche Schritte kann jede Führungskraft selbst gehen? Am Ende sollte bei jeder Person ein Satz stehen, der nach Handlungsfähigkeit klingt: »Was mache ich morgen anders?«
Unser Kunde hat dafür einen Rahmen geschaffen, der zugleich ambitioniert und menschlich war: Kennenlernen, Wir-Gefühl, Energie, die zurück in die Bereiche getragen wird – und ein Auftakt, der Lust macht, Verantwortung gemeinsam zu gestalten.
Format: Bandprobe als dramaturgische Klammer
Für diesen Anlass empfahlen wir eine mehrteilige Inszenierung mit Live-Musik und einem abschließenden Customized Song. Ziel war ein Format, das Inhalte bündelt, Beteiligung ermöglicht und dem Tag einen gemeinsamen Rhythmus gibt.
Die dreiteilige »Bandprobe« führte als roter Faden durch den Nachmittag:
Im ersten Teil öffnete der Unfreezer den Raum: Ist-Situation, Spannungsfelder, Perspektiven – so verdichtet, dass die anschließenden Beiträge der Referent*innen Anschluss fanden.
Im zweiten Teil wurde das Feld erweitert, etwa über die Kundenperspektive. Publikumsaktionen und Mentimeter holten Stimmen in den Raum; erste Refrain-Bausteine wurden gemeinsam »angetestet«.
Im dritten Teil schloss sich der Bogen in Richtung Get-together: Takeaways verdichtet, gemeinsamer Abschluss, der Customized Song als Klangbild des Tages.
So entsteht ein Format, das Orientierung gibt, Beziehung stiftet und Umsetzung anbahnt – ohne den Anspruch, die Inhalte zu übertönen. Es geht um Verstärkung: Was gesagt wird, bekommt Resonanz.
Was davor passiert: Zuhören, schreiben, schärfen
Damit eine Inszenierung sich stimmig anfühlt, braucht sie Vorarbeit. Der Produktionsprozess folgte einem klaren Ablauf: Briefing, Interviews (5–8 Gespräche), Debriefing, Textentwicklung in zwei Fassungen, Feedback und Freigabe – danach Probenstart, technische Stellprobe vor Ort und Auftritt. Das Autorenteam arbeitet dabei mit Material aus dem System: Sprache, Spannungsfelder, typische Situationen. Alles so, dass die Organisation sich wiedererkennt – respektvoll, präzise, anschlussfähig.
Ergebnis: Ein gemeinsamer Startpunkt
Die erste gemeinsame Tagung eines neuen Ressorts ist ein Übergangsmoment. Dieses Format hat ihn genutzt: Ein gemeinsamer Ton wurde gesetzt, zentrale Themen wurden greifbar, und das Ressort bekam ein verbindendes Bild, das über den Tag hinaus trägt. Wenn aus großen Zielen konkrete nächste Schritte werden, entsteht der Punkt, an dem Veränderung beginnt, im Alltag anzukommen.
Planen Sie auch eine Tagung, die Orientierung schafft und Menschen verbindet?
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Foto: © Oliver Duerr
