Wenn Projektpartnerschaften gelingen sollen, braucht es mehr als beeindruckende Kennzahlen oder klug designte Kampagnen. Es braucht Menschen, die Beziehung als Haltung verstehen und Kommunikation als Handwerk, das man pflegen, üben und vertiefen kann. Genau darum ging es beim zweitägigen Team- und Strategie-Workshop einer NGO / Non-Profit-Organisation – konzipiert und begleitet von Matthias Simon, dem Leiter der Scharlatan Academy. Zwei intensive Tage mit 19 dezentral arbeitenden Kolleg*innen voller Resonanz, Reflexion und Praxis.
Das Ziel: Miteinander bewegen – Beziehungen stärken
Im Zentrum stand etwas sehr Fundamentales: Beziehungsmanagement als Schlüssel für Wirkung. Denn wo Menschen langfristig für Projekte im Sudan, in Gaza oder Indien gewonnen und gehalten werden sollen, zählt Vertrauen – und ein dialogischer Umgang auf Augenhöhe. Dafür braucht es mehr als Tools: Es braucht Klarheit, Präsenz und Fingerspitzengefühl.
Bühne frei für echtes Teamwork
Scharlatan beginnt konsequent beim Ensemble: Vertrauen, Tempo, Aufwärmung der Gruppe. Was theatral klingt, ist Organisationspraxis: ein »geschützter Raum«, in dem man ausprobieren, scheitern, lachen und lernen darf. Erst wird erlebt, dann reflektiert, dann verankert: eine Dramaturgie, die Goethe gefallen hätte – und die im Teamwork genauso gilt.
Tag 1: Strategiearbeit mit Haltung
Der Auftakt begann mit Begegnung: In Interview-Tandems gaben sich die Teilnehmenden gegenseitig Einblicke in bewegende, auch unangenehme oder berührende Momente aus ihrer Arbeit. Was folgt, ist Strategiearbeit in Bewegung: Mit Methoden wie dem Assoziationstraining und der »Wäscheleine der Zukunft« wird ein gemeinsames Zielbild 2026 erarbeitet.
In einer szenisch angeleiteten Pressekonferenz schlüpfen Vertreter*innen der NGO/NPO in Rollen, um sich kritischen Fragen zur Umsetzung der Strategie zu stellen – eine Übung, die zum Reflektieren wie zum Lachen einlädt. Später wird es konkreter: In einer strukturierten Klausurphase entwickeln die Teilnehmenden in Kleingruppen Umsetzungsimpulse – erarbeitet, präsentiert, im Plenum weitergedacht.
Am Nachmittag: Der Realitätstest
Am Nachmittag wird es praxisnah: In Gruppenarbeiten erzählen die Teams reale »Best Practice«– und »Worst Case«-Erfahrungen aus ihrem Alltag. Die Geschichten werden szenisch umgesetzt, diskutiert und in neue Handlungsmöglichkeiten übersetzt. Keine Simulation, sondern gelebte Fallarbeit – mit einem Ziel: Muster erkennen und Handlungsspielräume erweitern.
Tag 2: CRM, Journeys und Statusarbeit
Der zweite Tag startet mit einer besonderen Journey: Fünf Szenarien – von der entfernteren Stiftung bis zum CEO-Kontakt – fordern das Team auf, in Rollen zu denken und zu planen. Wie entsteht Nähe? Wie bleibt sie bestehen? Und was verrät der Umgang mit CRM über das eigene Beziehungsverständnis?
Im Anschluss geht es um Netzwerke und Pitches: In einem kompakten Format entwickeln vier Subteams konkrete Business Cases für neue Kontakte – inklusive Live-Pitch und Abstimmung im Plenum. Der Ehrgeiz ist da, der Humor auch.
Danach folgt der Fokus auf ein Thema, das selten explizit trainiert wird: Statusarbeit im Dialog. Hoch-, Tief- und flexibler Status werden über Körpersprache, Stimme, Timing und Raumverhalten analysiert – mit verblüffender Wirkung. Denn wer Wirkung erzeugen will, muss wissen, welchen Status er oder sie kommuniziert – bewusst oder unbewusst.
Kommunikation als Probehandwerk
Der Workshop endet nicht im Theorieraum, sondern im Konkreten: mit einem Satz, einer Erkenntnis, einem Wunsch fürs Team. Und dem klaren Entschluss, dranzubleiben. Schon jetzt besteht der Gedanke, gemeinsam mit Scharlatan weiterzuarbeiten – etwa durch den Einsatz von Seminarschauspieler*innen, die als Sparringspartner*innen fungieren.
Denn Beziehungspflege endet nicht bei CRM-Protokollen. Sie beginnt mit Haltung und wird durch gemeinsames Üben, Sprechen und Spielen zur Kultur.
Fazit: Kommunikation mit Substanz
Was dieser Workshop gezeigt hat: Donor Centricity ist keine Formel, sondern eine feinfühlige, strategische Praxis. Es geht nicht um das perfekte Argument oder den besten Pitch, sondern um Verbindung, Haltung und ein gutes Ohr. Wer zuerst zuhört, wer Würde gibt, wer Wirkung zeigt, der verhandelt nicht über Zahlen, sondern über Sinn. Genau dort beginnt gemeinsame Verantwortung.
Sie möchten auch Kommunikationskompetenz vertiefen?
Wir unterstützen Teams dabei, Gesprächssituationen zu gestalten – empathisch, wirksam, und auf den Punkt. Rufen Sie uns an 040/237103-0 oder schreiben uns eine email an: info@scharlatan.de
Wir bringen es auf die Bühne – und von dort direkt in die Praxis.
