Drei Fragen an…

Marc von Henning, freier Regisseur und Autor
Interview

18. Februar 2021

Nach jeder Produktion stellen wir drei Fragen an einen federführend Beteiligten. Heute Marc von Henning, freier Regisseur und Autor, der für den Future Day eines international tätigen Beratungsunternehmens für den Bau- und Immobiliensektor 4 Businesstheater-Filmclips inszeniert hat.

1.    Was war die Aufgabenstellung des Projektes und welchen Part hast Du dabei übernommen?

Aufgabe bei diesem Projekt war es, erstens an dem digitalen »FutureDay« eines international tätigen Beratungsunternehmens für den Bau- und Immobiliensektor ein Lied für die Zukunft zu schreiben und in Einbeziehung von musizierenden MItarbeitenden des Unternehmens zu präsentieren, und zweitens eine filmische Version eines Making Of dieses Liedes zu zeigen. Ich war Co-Autor sowohl des Liedes als auch des Making Ofs und Regisseur des Films

2.    Wie schaffst Du es, die Themen eines Kunden in theatrale Szenen zu setzen? Und woher bekommst Du die Inhalte Deiner Szenen?

Ich erfinde Figuren, die bei dem Unternehmen arbeiten könnten, die das Ziel haben, ein Lied auf dem FutureDay zu spielen und begleite sie auf ihrem Weg in dieses Ziel. Dabei kommen auch die verschiedene Herausforderungen, vor denen das Unternehmen gerade steht, zur Sprache und man hört und sieht, wie unterschiedliche Haltungen und Meinung ausgesprochen und diskutiert werden, bis eine mögliche Lösung sich zeigt, der dann nachgegangen werden kann. Für die detaillierte Auskunft über die Lage, die Stimmung und die Temperatur in dem Unternehmen machen wir Interviews mit mehreren Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen und aus diesem Stimmungsbild können wir ableiten.

3.    Was war die besondere Herausforderung an diesem Projekt? Und was ist die besondere Herausforderung momentan, wenn die theatralen Szenen für hybride und digitale Veranstaltungen gefilmt werden?

Man muss von Null an filmisch denken. Film ist ein visuelles Medium, kein literarisches, ganz anders als Theater. Man muss von der Kamera her denken, d.h. von dem, was der/die eine Mitarbeiter/in auf seinem/ihrem Bildschirm sieht, wieder ganz anders als Theater, das ein live Erlebnis mit vielen anderen um einen herum ist. Die Darsteller müssen ganz anders spielen, denn die Kamera schaut in sie hinein und wird sie sofort verraten wenn er/sie ein Gefühl nur »drauf setzt«. Hier müssen wir forschen, wie bekomme ich Komödie gut hin, wie bewege ich Zuschauer mit Drama… Wir brauchen beides, und bisher haben wir ab und zu ins Schwarze getroffen (lacht). Mal sehen, wie wir da noch mehr Spannung und noch mehr Spaß rein kriegen.

Danke für Deine spannenden Antworten!
Das Interview führte Sandra Kollmann

Hier erfahren Sie mehr zu unseren »Businesstheater-Filmclips«