Ein Nachmittag, der Köpfe in Bewegung brachte, vertraute Sichtweisen herausforderte und Herzen berührte: »Business im Dialog« am 7. Oktober im Scharlatan – Theater für Veränderung hat begeistert und inspiriert. Die vorgestellten Themen und Methoden sowie die gemeinsam erarbeiteten Fragestellungen boten zahlreiche Anregungen, die sich für eigene Kick-offs, Veranstaltungen und Entwicklungsprogramme aufgreifen und anpassen lassen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste, Kund*innen und Interessierte, die diesen anregenden Austausch möglich gemacht haben. Mit ihren Erfahrungen, ihren Fragen und ihrer Offenheit, sich auf Ungewohntes einzulassen, haben sie den Nachmittag geprägt. Zwischen herzlichem Lachen, lebhaften Diskussionen und konzentrierter Methodenarbeit entstand eine gemeinsame Lust am Ausprobieren und Weiterdenken. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: Wie wollen wir künftig miteinander arbeiten und Neues entwickeln?

Ko-Kreation beginnt bei der Begegnung
Nach der Begrüßung durch Beate Ebel machten Michael Bandt und Kira Hess in ihrer interaktiven Keynote deutlich, welche Voraussetzungen gemeinsames Erfinden braucht: Vertrauen, die Bereitschaft, Hierarchien zeitweise zurückzunehmen, und Geduld mit einer unfertigen Idee. Ein hilfreicher Gedanke für die eigene Arbeit: Vorschläge zunächst gemeinsam erkunden, bevor die Bewertung beginnt.
Die Impulsworkshops führten diese Auseinandersetzung weiter. Matthias Simon widmete sich mit »Tough Talk« anspruchsvollen Gesprächen unter Druck. Susanne Pollmeier untersuchte in »Empathische Kommunikation mit und über KI«, wie technische Unterstützung und persönliche Glaubwürdigkeit zusammenfinden können und was eine empathische Kommunikation ausmacht und bewirkt.
Was macht uns eigentlich menschlich?
Im KI-Labor gab eine KI Regieanweisungen für eine zuvor gespielte Führungssituation. Die Teilnehmenden verglichen ihre Empfehlungen mit den eigenen Vorschlägen und beobachteten, wie sich Auftreten und Gesprächsverlauf veränderten.
Das Experiment führte zu einer weiterreichenden Frage: Könnte die Beschäftigung mit KI unseren Blick für menschliche Qualitäten schärfen? In Anlehnung an Rüdiger Safranskis »Die vierte Kränkung« wurden sieben Merkmale des Menschseins diskutiert: körperliche und emotionale Einbettung, Selbstverhältnis, Spontaneität, Zeit- und Möglichkeitssinn, Empathie und Vertrauen, Moralität sowie Freiheit. In Kleingruppen ging es anschließend darum, welchen Platz diese Qualitäten in Organisationen haben, wo menschliche Selbstbestimmung gefragt ist und wo KI das Arbeitsleben bereichern kann.

Erfahrungen, die über den Veranstaltungstag hinausweisen
Praxisberichte ergänzten die Experimente. Unsere Kundin Beyza Önker von der VIACTIV Krankenkasse schilderte Erfahrungen aus vier Jahren Zusammenarbeit rund um »Marke ICH«. Der Trainingspartner für WISAG, Andreas Schultejans von Andrea Schultejans Consulting, zeigte, wie Seminarschauspiel und differenziertes Feedback die Führungskräfteentwicklung unterstützen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, was Teilnehmende anschließend in ihrem beruflichen Umfeld ausprobieren und verändern.
Anregungen für Tagungen und Kick-offs lieferten außerdem die von Oliver Bober vorgestellten R+V-Produktionen sowie das Gespräch von Anja Schweder mit Ernesto Morales Kluge von Big Dutchman. Die Betriebsbandprobe und die Inszenierung »From Yesterday to Tomorrow« zeigten unterschiedliche Wege, Unternehmensbotschaften mit Theater, Musik zu transportieren und mit den zuvor durch individeulles Coaching vorbereiteten Auftritten der Redner zu verbinden.
Musikalische Kostproben aus zwei Businesstheaterproduktionen rundeten die Einblicke ab und zeigten, wie sich Themen aus dem Unternehmensalltag mit Humor und Musik erzählen lassen.



Vier Herausforderungen suchen neue Perspektiven
Im Open Space brachten unsere Gäste Leonie Stankewitz, Dirk Laforce, Marco Groß und Marielle Zippert schließlich eigene Anliegen ein: die Beteiligung von CEOs an Ko-Kreation, Frauen in Führung, das Ansprechen verdeckter Spannungen und unbewusste Vorannahmen beim Einsatz von KI.
In kleinen, geschlossenen Gruppen wurden Erfahrungen ausgetauscht und Lösungswege besprochen. Was haben andere Unternehmen bereits versucht? Welche Ansätze haben geholfen, welche Möglichkeiten bleiben zu erkunden? Der Blick von außen eröffnete zusätzliche Perspektiven auf vertraute Herausforderungen und gab Anregungen für nächste Schritte.





»Business im Dialog« bot damit zahlreiche Anknüpfungspunkte für kommende Veranstaltungen und Entwicklungsprogramme. Besonders wertvoll war die Gelegenheit, Methoden selbst zu erleben und ihre Möglichkeiten gemeinsam mit anderen zu erkunden.
Sie möchten einen dieser Ansätze für Ihre Veranstaltung oder Ihre Personal- und Führungskräfteentwicklung nutzen? Wir freuen uns auf Ihre Themen und Vorhaben.
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Fotos: ©oliver-nimz.com
